Kuba Reisetagebuch Tag 15-19

Kuba Reisetagebuch

Tag 15 Inlandsflug zurück nach Havanna

Um den letzten Tag in Santiago de Cuba noch zu nutzen standen wir relativ bald auf, frühstückten und machten uns direkt auf den Weg in die „Innenstadt“. Wir fuhren mit dem Aufzug auf die Dachterrasse des Hotels Casa Granda (liegt direkt neben dem Rathaus – von dort oben hat man einen wunderbaren Ausblick ) und hatten noch genügend Zeit uns in Ruhe umzusehen. Auch in diesem Casa viel mir der Abschied sehr schwer, da unsere Gastgeber sich immer sehr herzlich um uns gekümmert haben.

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Der Casa Papa hat dann noch mit Siggi das Auto gewaschen. Er war total Feuer und Flamme, da sie selbst kein Auto besitzen.

Wir fuhren dann zum Bacardi Museum welches ich unbedingt noch besichtigen wollte. Leider wurde dieses gerade umgebaut und war somit geschlossen.

Da der Verkehr in Santiago de Cuba wirklich Horror ist und man zudem keinen Parkplatz bekommt fuhren wir an den Flughafen um das Auto abzugeben.

Die Abgabe verlief problemlos – uns viel ein Stein vom Herzen.

Wir hatten nun noch 5 Stunden bis unser Flug zurück nach Havanna ging. Deshalb fuhren wir mit dem Taxi für 8 CUC noch einmal in die Stadt. Wir verabredeten uns mit dem Taxifahrer der uns 3 Stunden später wieder abholte.

Zwei Museen besichtigten wir: das Rum-Museum und das Haus von José Maria Heredia. Für ein paar CUC Eintritt lohnen sich auf jeden Fall beide Museen. In dem Rum Museum hat man sogar eine Kostprobe eines Rums erhalten. Man sieht den Herstellungsprozess und die Zuckerherstellung. In dem Haus von José Maria Heredia haben wir zusätzlich eine englischsprachige Führung bekommen. Für beide Museen zusammen benötigt ihr nicht länger wie 1 Stunde, da sie wirklich übersichtlich sind und sehr nah beieinander liegen.

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Wir aßen noch Pizza und Nudeln an einem kleinen Stand der Einheimischen und setzten uns in den kleinen Park am Rathaus. In Santiago de Cuba wird im Vergleich zu anderen Städten relativ viel gebettelt (was übrigens verboten ist in Kuba – zumindest was die Kinder betrifft). Eine lustige Geschichte: Kam ein Mann mit einem neongrünen Adidas Shirt zu Siggi und sagte: „give me“ und zeigte auf seine Adidas Cap. Siggi sagte dann: „no, why“? und der Mann dann: „you have enough in Germany“. Abgefahren ^^

Anschließend fuhren wir zurück zum Flughafen – der Taxifahrer kam tatsächlich pünktlich :-)

Am Flughafen lernten wir Josi und David kennen, zwei nette Dortmunder. Da unser Flug drei Stunden Verspätung hatte nutzen wir die Zeit und quatschten was das Zeug hielt. Ich liebe es, Menschen zu treffen und ihre Geschichten zu erfahren. Eines der tollsten Dinge beim Reisen.

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Der Taxifahrer von vorhin erzählte uns noch von einer wunderschönen Burg in der Nähe vom Flughafen, die wir dann unbedingt anschauen wollten (Zeit genug war ja). Wir zahlten zu viert ca. 20 CUC hin und zurück und was soll ich sagen, die Burg (Castillo San Pedro de la Roca)  war wirklich zauberhaft. Hab ich so auch noch nie gesehen.

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Der Flug nach Havanna dauerte ca. 1 Stunde. Für den Preis von 150 € pro Person nicht günstig aber dafür komfortabel. Dort angekommen nahmen wir ein Taxi zu viert (so geil: das Auto hatte gerade noch ein Blech als Boden – mehr nicht). Josi und Alex fuhren in ihr bereits gebuchtes Hostel, wir hingegen hatten wieder eine Adresse für ein Casa von Sandra aus Santiago de Cuba bekommen. Die Fahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit, da sich der Taxifahrer ständig verfuhr und nicht wusste wo er genau hinfahren muss. Das Casa war natürlich voll, sodass wir mitten in der Nacht noch woanders unterkommen mussten. Unsere Gastgeberin hat uns Gott sei Dank direkt für diese Nacht vermittelt. Am nächsten Morgen konnten wir aber wieder zu unserer eigentlichen Gastgeberin umziehen.

Tag 16 Havanna Horror

Wir verabredeten uns mit unseren Freunden um 11 Uhr am Placa de la Revolucion.

Natürlich kamen wir zu spät – wir sind ja noch umgezogen….

Von dort aus fuhren wir mit der „Big Bus Tour“ durch Havanna. Route- und Haltestellen wurden jetzt nicht so wirklich eingehalten – aber egal, war trotzdem super einmal alles abgefahren zu haben.

Nachmittags wollten die anderen dann noch eine Kutschentour machen. Wir wurden vormittags schon einmal angesprochen, für 5 CUC pro Person für knapp zwei Stunden Kutschentour durch Havanna Altstadt. Wir sprachen einen Typen der gleichen Firma an (man erkennt diese an den Schildern an ihrem Shirt). Er nahm uns auch für 20 CUC mit. Die Fahrt bereue ich wirklich.  Es wurde leider nichts erklärt oder gezeigt. Nur in eine Bar wurden wir geschleppt um dort etwas zu bestellen (wofür er Provision bekommen hätte). Als es ans Bezahlen ging und wir ihm die 20 CUC gaben, ist er völlig ausgerastet. Er wollte PRO PERSON 20 CUC haben. Er drohte mit der Polizei, die er dann aber seltsamerweise doch nicht geholt hat. Irgendwann hat er das Geld genommen und einen Abflug gemacht. Genau wegen solchen Aktionen hasse ich diese typischen Touri Unternehmungen :-D

Abends gingen wir noch super schick essen. Mitten in Havanna auf einer Dachterrasse (la moneda cubana). Das Essen war relativ teuer für 18 CUC inklusive Suppe. Wenn ihr sehen wollt, was ich alles im Urlaub gegessen habe, könnt ihr euch sehr gerne mein Food Diary auf Youtube anschauen.

Pünktlich um 21 Uhr kommt der Kanonenknall von der Festung „Fortaleza de la Cabaña“ – ein alter kubanischer Brauch.

Tag 17 Tabakfabrik und letztes Mal Strand

Wir hatten uns gestern über Cuba Tours Tickets für eine der Tabakfabriken in Havanna gekauft (10 CUC pro Person). Ich würde allerdings, wenn ihr die Möglichkeit habt, eher im Westen Kubas Tabakfabriken und auch die zugehörigen Plantagen ansehen (z. B. in Pinar del Rio).

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Die „Führung“ wurde in englischer Sprache gehalten und dauerte ca. 20 Minuten. Das Gebäude hat mehrere Stockwerke. Die Arbeiter sitzen an Schreibtischen und drehen die Zigarren. 8 Stunden täglich mit einer Stunde Pause. In der Garderobe wurden dann Zigarren für (zu) viel Geld vertickt. Wir lernten ein New Yorker Pärchen kennen, dass uns verriet, wie sie als Amerikaner nach Kuba einreisen konnten. Sie gaben an, eine Art “Dienst- bzw. Fortbildungsreise” zu machen. Sie bezahlten natürlich auch viel Geld um einreisen zu dürfen, da es nach wie vor nicht einfach ist, für Amerikaner nach Kuba einzureisen.

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Anschließend sind wir ein letztes Mal an den Strand gefahren. Mit dem Bus für 5 CUC pro Person hin und zurück (Hop on Hop off Tour). Ein kleiner aber wunderschöner Strandabschnitt namens Santa Maria.Kuba Reisetagebuch19

Der letzte Bus ging um 18 Uhr zurück. Das Problem war, es gab nur noch eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen. Sobald diese voll sind, wird kein weiterer Fahrgast mitgenommen. Wir hatten Glück, da ich direkt zum Bus gerannt bin. Die anderen wartenden Leute wurden zurückgelassen.

Wir aßen an unserem letzten Abend in Kuba noch einmal an einem Stand der Einheimischen eine Pizza und eine Portion Nudeln und packten anschließend unsere Koffer.

Tag 18 Rückflug über Toronto

Unser Flug über Toronto nach München ging gegen acht Uhr morgens. Siggi hatte uns am Tag vorher noch online eingecheckt (über das Internet im Parque Central Hotel), sodass wir ca. 1,5 Stunden vorher am Flughafen sein wollten. Unsere liebe Gastgeberin hatte am Abend vorher und morgens am Flughafen angerufen, um sicher zu gehen, dass der Flug wirklich pünktlich flog. Sie bereitete uns noch ein grandioses Frühstück vor (um 4:30 Uhr morgens!!) und rief uns dann ein Taxi. Für 25 CUC fuhren wir ca. 25 Minuten standesgemäß ein letztes Mal mit dem Oldtimer. Am Flughafen kauften wir uns noch von unseren letzten CUC 2 Kuba Shirts. Nicht vergessen: wenn ihr ausreist müsst ihr am Flughafen pro Person 25 CUC bezahlen. Der Flug ging pünktlich Richtung Kanada. Zu unseren beiden Aufenthalten in Kanada kommt noch ein extra Blogpost.

Ich vermisse Kuba, das Wetter, das Essen und die Musik. Habt ihr noch Fragen zu meinem Kuba Urlaub? Habt ihr schon meine Videos zur Kuba Reise gesehen?

 

 

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